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EMDR - Eye Movement Desensitization and Reprocessing - ist eine hocheffektive, zeitsparende, wissenschaftlich fundierte Methode zur Traumaverarbeitung

Die Entwicklerin der Methode ist Francine Shapiro Ph. D., eine Forscherin am Mental Research Institute in Palo Alto (Kalifornien).
Shapiro behandelte damals Vietnam-Kriegsveteranen und Überlebende von Vergewaltigungen und konnte mit ihrer Arbeit große Therapieerfolge erzielen. EMDR hat sich über die Jahre als eine der wirksamsten Methoden zur Behandlung Posttraumatischer Belastungsstörungen erwiesen. Und auch im Coaching hat es sich als ein sehr beliebtes Werkzeug etabliert.


 

Wofür ist EMDR geeignet?

Ängste
zum Beispiel
- beim Fliegen
- beim Zahnarzt
- vor Prüfungen
- allgemeine Existenzangst
- Alpträume
- Lampenfieber, vor öffentlichen Auftritten und Präsentationen
- vor Gesprächen mit Chef*in, Mitarbeiter*in
- als Führungskraft vor Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innengesprächen
- bei Verhandlungsgesprächen
- vor Konfliktgesprächen mit Angehörigen, Partner*innen


 

Blockaden und negative Muster
zum Beispiel
- Aufschieben, Vermeiden von wesentlichen Angelegenheiten
- wiederkehrende Konflikte im beruflichen und privaten Kontext
- Süchte – stoffbezogen / nicht stoffbezogen
- Selbstzweifel
- dauerhafte Selbstoptimierung
- nicht Nein sagen können
- mangelnde Abgrenzungsfähigkeit


 

Verarbeitung von Schicksalsschlägen / Traumatisierungen
zum Beispiel
- Trauerfall, Trennung, Verlust
- Überfall
- Unfall
- schwere Geburten
- Diagnose-Schock
- Scheitern, Insolvenz, Jobverlust

 

 

Wie funktioniert EMDR?
 

Bei einer Traumatisierung wechselt unser System schockartig in den Überlebensmodus. In diesem Modus geht es nur um Kampf, Flucht oder Erstarren. Eine normale Verarbeitung des Erlebten im Gehirn bleibt aus. Stattdessen bleiben die Eindrücke, isoliert in einem Hirnareal, daueraktiv, mit der Information „Akute Gefahr!“ Sobald etwas Ähnliches als Reiz auf uns einwirkt (Trigger), wird dieser Eindruck aktiviert und wir erleben Angst, Panik, Unwohlsein oder eine Überflutung von Bildern und Sinneseindrücken. Wir fühlen uns wieder in „akuter Gefahr“.

Hier setzt EMDR an. Durch die Stimulierung beider Gehirnhälften und durch die gleichzeitige Stimulierung vieler Gehirnareale – wird das traumatische Erlebnis mit anderen Informtionen verknüpft. Zum Beispiel „Ich bin erwachsen.“ „Es ist vorbei.“ „Ich bin in Sicherheit.“ Das Erlebte wird nun der Vergangenheit zugeordnet, zusätzlich mit Ressourcennetzwerken verknüpft und verliert dadurch seine starke negative Ladung.
Der nötige Verarbeitungsprozeß ist angeregt. Die Symptome lindern sich in der Folge schnell und nachhaltig. Wir werden wieder frei.

Schon wenige Sitzungen reichen aus, um sogar „große“ Themen zu lösen.